Schau er fällt

Dehael hat den sAUschweren Kartong meinem Nach:t:barn ausgehändigt, dort verSAUerte er dry:tagelang, weil Mister RUHte, wenn ich munter war. Dann heute, fast noch nachts, klingelte ich mit bl:EI:schweren Li(e)dern spontan, mein Nac:kt:bar sprang aus der W:Anne und konnte sich fast „nüscht“ mehr umhängen, als er mir den Kartong aushändigte.

 

Heute später Nach:t:mittag hing mein Kater aus=und=quer(er)gelesen auf Zettel‘s Traum, sein tRaum wa(h)r er geworden. Katers Birne = jetzt voll.

Bedingung für Freude an A.S.‘ Buch „Zettels Traum“ Wohnsitz in Deutschlands Ästhetik-Wüsten, Mutmaßt Zugereiste

War I a Kann in schen, un hat I feel whitez felled Jerkland um mi, don wear I very much in be gären of a such buk. If Feld hath W-Lan, dann not so much. As it is, I prefer to attempt the study of a foreign language, during which the most psychedelic of carnevals is unfolded in my head, using mostly the existing material.
(Oddly, these associations seldom seem rancid or corny. )

Ein netter Ausflug gelang mir in meinem Zimmer, bevor ich rausging ins Internet heute: David Foster Wallace's Bericht über den jährlichen Kongress der amerikanischen Pornoindustrie. Der Text heißt, wenn ich mich nicht irre, Big Red Son. (Assoziation zu Mond hier nicht falsch) In einer Fußnote recht zu Anfang klärt er in einer Fußnote, im Laufe des Texts werde er als Autor häufig der Versuchung ausgesetzt sein, zu zwinkern oder dem Leser in die Rippen zu stoßen, zwecks Würdigung eines double entendre, er werde es aber lassen, weil es nervt und der Leser ganz gut fähig ist, seine eigenen kleinen Feiern der Wortspiele zu veranstalten. Vielfältige Freude am Text, und wir stehen zum Wixen! Darauf einen Hollersaft.

Assoziation zum Mond nie falsch. Assoziation zum Mond im Gegenteil billig. Mond für jeden zu haben. (sehen) Päh! Ich spucke. Hab eben an diesen Schmidt gedacht. Kleiner Widerling. Es wird zu viel über ihn geredet. Er würde sich freuen. Fleiß zeugt Fleiß. Ich stelle mir ihn wiedergeboren als jährlich eifrig wieder aufschwellende Tomate in seinem eigenen Garten vor.

Mal ganz ehrlich: „Zettel’s Traum“ hatte ich zuletzt vor einigen Jahren aus dem langsam zerfallenden Pappschuber gezogen, als es darum ging, eine konkrete anderswo zitierte Stelle zu überprüfen. Das ist das Problem mit einem Mehrkilobuch im Überformat, das eigentlich nur deshalb im Regal steht, weil es während des Studiums einmal halbwegs billig zu haben war. Damals, Mitte der Neunziger, war mir allmählich klargeworden, daß die seinerzeit noch im Haffmans Verlag publizierte „Bargfelder Ausgabe“ der Werke ungeachtet des monotonen Prospektvermerks „in Vorbereitung“ nicht so rasch mit einem gesetzten Exemplar würde aufwarten können. Und wenn es denn doch einmal klappen sollte, dürfte es kaum preiswerter werden als im Antiquariat.

Beides stimmte. Das Warten zog sich noch anderthalb Jahrzehnte hin, und selbst die broschierte Studienausgabe kostet jetzt fast 200 Euro und umgerechnet damit einiges mehr, als ich damals in D-Mark bezahlt habe. Aber nun könnte „Zettel’s Traum“ wirklich benutzbar werden, denn der erste Eindruck eines der vier „Hefte“ – wenn man das Wort angesichts einer jeweiligen Stärke von beinahe 400 Seiten gebrauchen darf – wird bestimmt von einer geradezu sagenhaften Leichtigkeit.

Weiterlesen

erstes Blättern im Schauerfeld, was mir dabei einfällt und was ich dann tue …

Ich liege auf dem Bett meiner Essener Wohnung, neben mir neue Bücher, und blättere in den Kopien von „Schauerfeld“, dem ersten Buch von Zettel’s Traum. Ich blättere nur, lese noch nicht, und bin hingerissen, bin beeindruckt von der typographischen Leistung Friedrich Forssmans, denn ich ahne nicht nur, ich weiß vielmehr, wie komplex, wie schwierig diese Arbeit gewesen sein muß … Und während ich die Seiten langsam, ganz langsam umblättere, während ich sie wie Einzelbilder betrachte, erinnere ich mich an Begegnungen mit Ernst Krawehl, Schmidts erstem Verleger und lebenslangem Lektor, der unweit von meiner Essener Wohnung gelebt hat … Weiterlesen