Laune

Heute will ich nur Gutes an „Zettels Traum“ finden. Das hängt mit den äußeren Umständen zusammen, in denen ich das Buch habe. Vor einigen Tagen war ich mit Kerstin Cmelka unterwegs, und sie stand Schmiere bei meinem Rad, während ich in der Schlange war. (Was las ich denn in der Schlange? Auch das war schon gut, wenn ich mich recht erinnere. Es war Eugen Onegin, Reclam, übersetzt in unregelmäßigen Versen von Kai Borowski, und zwar reizend und angemessen.) Mit dem Paket auf dem Gepäckträger gab es noch Ausflug, wir gingen ins Rumbalotte Continua, ausprobieren, ob, wo der Papenfuß arbeitet, auch andere arbeiten können, und sie können, und dann hatten sie Feierabend, und dann gingen sie nach Hause. Große Spannung ging von der Frage des Paketinhalts aus, es hätte nämlich auch das verlorengegangene Paket meiner eigenen Bücher sein können, wars aber nicht. Dann hats der Apunkt mir geholfen, alle Möbel umzuräumen, und hats Schmidtbuch aus der Folie gelöffelt, um freies Atmen zu ermöglichen. Nun eben hab ich den Kartonschuber mit einer Hand genommen (die Spanne und Kraft reichen gerade so aus, er ist für seine Größe leicht, hätte auch viel schwerer sein können; nach ein paar Metern ists zum Glück zum Absetzen) und vor mich hingestellt. Seh ich also die Rücken. Sie sehen aus wie die Rücken von Magersüchtigen.

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