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„Weniger stachelig“ ist das Buch nun, sagte Jan Philipp Reemtsma kürzlich im Deutschlandradio, weniger stachelig als sein Ruf. Schiebt man mal einen Moment lang alles beiseite, was man möglicherweise an Vorwissen zu „Zettel’s Traum“ oder zu Arno Schmidt besitzt. Muss dann dieses Bemühen um Rechtfertigung und Beschwichtigung nicht eigenartig anmuten? Mit dem Wissen um die Entstehung und die Rezeption und schließlich auch um die Arbeit an der Neuausgabe ist das natürlich nicht eigenartig, sondern erklärt sich selbst. Und nicht nur das, auch das Resultat des gesetzten Buches, also die leichtere Lesbarkeit gegenüber dem faksimilierten Typoskript scheint sofort einsehbar. Gute Nachrichten also, dienen sie doch der Vorstellung, der Zutritt zu einem bedeutendem Werk der Gegenwartsliteratur, würde fortan über eine niedrigere Schwelle erfolgen können. Weiterlesen