D a a f’ch das?

…. also n Schmidt hätt’as sicher gefreut, >>>> so mitten innem Schmutz von mir deflohriert zu werden („innem Schmutz von mir”//„von mir defloriert”: soviel zu’n Le:s’aatn). Ich fant’as spannend mit wegjerücktem Kühlschrank und der Schicht von fuffzehn Jaahn Schmuddl drunter son weißen Fetisch apzupräservatieren un’dann noch aussem Schub(b)er zu ziehn, Band Uno, wo mit „Anna-Muh” beginnt. Aber davon über „A-nám : Mu!” zu seiner – und der meinen nunmehr – Morgenreue zu kommen, das macht ihm – Poe hätt dreie drauf gekippt – s o schnell keiner nach. Und hat, das mal zur Konstruktion (Romantechnik und so), gleich schon den zweiten Strang eröffnet. Schmidt aber hatte Alice. Sowas hab ích nich’. Hattich aber mal: Elisabeth hieß meine Perle, bis sie davonrollte, weil ich sie nicht mehr bezahlen konnte. Nun bin ich von schmidtscher Kleinrechnerei völlig unbelastet, mir sind Balzac und D’Annunzio näher:  …Auf der Schwelle
des Waldes höre ich
die menschlichen Worte nicht,
die du sagst…
, selbst wenn ich auf einen neuen Kühlschrank warte, weil der mindestens zwanzig Jahre alte davon überzeugt war, sich selbst dauerabtaun zu müssen, wozu er zuletzt mein Sizilien benutzte, so daß hier die Küche unterwasser hatte: Geschleime, Geschlieme. Mir steht ein Meer vor Augen – oben Bläue – doch unten wabendes Getier -: Weiterlesen

schreiben 2

Schreiben ist Arbeit, ist Dienst und Fron. Das Werk als megalomanes Grab. Ein buchstabiles Gegengewicht zur verlorenen Lebenszeit, die Brotberuf und Krieg für Arno Schmidt im nachhinein bedeuteten. Doch diese Hoffnung ist nur ein Witz. Dazu ist der Schacht zu tief, der Zwang zu deutlich. Wie durchsichtig das im Schreiben wird, ist zugleich der Zugang für die Lektüre.

Am 20. Januar 1967 schreib Arno Schmidt in einem Brief an Hans Wollschläger:

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