hallo, literaturkritik? ein cluster.

 

Arno Schmidt ist 'der Intellektuelle als Proletarier', Arno Schmidt ist 'ein Schuss reiner Energie' und 'der kühnste Pionier der neuen deutschen Epik', Arno Schmidt ist 'einer der wenigen echten Nachfahren der Romantiker', Arno Schmidt ist 'Moralist', Arno Schmidt ist 'groß', Arno Schmidt ist 'ein monumentaler Ich-Sager' und 'die Verweigerung, sich an eine Ordnung zu halten', Arno Schmidt ist 'eine Präsenz, keine ganz angenehme, aber entschieden originell und kühn'.

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hallo, twitter. ein denkzettelkasten.

 

Ich brauche einen grünen, dicken Leuchtstift, wenn ich lese. Pink und Orange gehen auch, doch Blau wird schwierig, das druckt durch – und Neongelb ist nutzlos, weil es unter Kunstlicht beinahe verschwindet: Man findet die Markierungen nur noch bei Tageslicht.

Bei gutem (oder fürchterlichem) Stil setze ich ein S an den Rand.

M steht für "Motiv". R für "real"/autobiografisch. P für Poetik.

FS ist "Foreshadowing" und Ü "Übersetzung".

Dazu gerne Smileys – frohe, wütende, schockierte und bedröppelte, mit Frage- und Ausrufezeichen.

Wie lange kann man ein Buch erinnern? Vier Jahre in Details? Zehn Jahre im Groben?

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hallo, spekulation? ein erster blick.

‚“Ich mache jetzt nur noch Scheiße“, wird Arno Schmidt in einem Tagebucheintrag seiner Frau zitiert; gemeint sind: journalistische Texte für Zeitungen.‘

…das ist der erste Satz des Klappentexts von Dietmar Daths „Heute keine Konferenz“, einer Sammlung Daths eigener FAZ-Artikel. Es ist ein guter Anfang für Daths Buch, und es ist ein guter Anfang für jemanden (mich!), der Arno Schmidt nicht kennt: Dann war er also verheiratet. Und hat für Zeitungen geschrieben. Und hatte Humor. Gut. Gut zu wissen. Ich wusste es noch nicht. Im Ernst: Mir ist das neu. Ich weiß nichts über Arno Schmidt.

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