Arno Schmidt und der Rassismus. Und der Sexismus. Und. Und. Und

„Zettel’s Traum“ gibt Bilder von den Bewegungen des Geistes.
Der Geist ist unser Denken und unser Fühlen. Vor allem ist er unser Fühlen. Unser denkendes Fühlen. Also unsere Gier. Unsere Begierden. Unser Neid. Unsere Mißgunst. Unser Abscheu. Unsere Angst. Unsere Schwermut. Unsere Vorurteile.
Viel seltener ist unser denkendes Fühlen Leichtigkeit. Frohmut. Zuneigung. Gelassenheit. Genügsamkeit.
Und dieser Geist. Dieses denkende Fühlen ändert sich unablässig. Sogar wenn es sich festgefressen hat in der Schwermut womöglich ändert es sich unablässig.
In „Zettel’s Traum“ nun ist dieses unablässige Denken und Fühlen des Geistes in Worte und Zeichen gesetzt. Die Bewegungen des Geistes überlappen sich. Verzweigen sich. Verengen sich. Weiten sich. Und strömen unablässig weiter.

Zu den Bewegungen unseres Geistes gehört so manche Gehässigkeit Gemeinheit Bösartigkeit. Wir sprechen sie nicht unbedingt aus. Wir strahlen sie vielleicht nur aus.
Bei Arno Schmidt nun gibt es gehässige gemeine böse Sätze. Und schmerzhaft entblößende Sätze. Aber so ist unser Geist. So ist unser denkendes Fühlen.
Worüber könnten wir uns empören.