Der große Dichter-Priester auf der Buchmesse

Wer wäre in der Gegenwartsliteratur als astreiner Prototyp jener Schriftsteller zu benennen, die Arno Schmidt in "Zettel's Traum" als "Dichter-Priester" (DP) so ausführlich vorführt? Das sind laut Daniel Pagenstecher jene Autoren, die mit dem "Zweiten Gesicht" kokettieren und in ihren Texten voller "gezierten Bombasts" und antimoderner Ressentiments auf die poetische "Intuition" schwören. Also auf etwas, das laut Pagenstecher "überwunden werden sollte" als "1 der niederen Stufen dumpf=unbewußter Fuscherei". Und zwar deshalb, weil diese Herren den Geist am allerliebsten ganz aufgeben und nur noch "automatisch schreiben" wollten, da "der echte Genius ja nicht wissen dürfe, wie die Einfälle" in ihrem "bißchen Schädel entstehen" (Typoskript-Ausgabe, Seite 16).

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