eselszoll2

Verstehe: Esel war unterbetont.
Unterbetont die Selbstvereselei, die bei einer doppelten Verzettelung durch Blog & Schmidt nicht ausbleiben wird. Glücklicherweise, mag man sagen, und schon scheinen zwei Lese- und Sprechverfahren einander verschärft nicht verstehen zu wollen. Codenachahmung ist nicht Idolatrie, sondern Arbeitsinstrument. Probeweise – und durchaus schlampig – in den Bau gehen. Etwas am eigenen Schreibleib fühlbar machen. Etwa: Was nützlich sein könnte an diesem „Projekt“, diesem fernen Kasten, dieser Herausgabe – und sei es als Spuk, Verleserei, Abschreckung, Gaukelei etc. Da kommt es nicht darauf an, originell zu sein, sondern gerade auch den dicken eselshufigen Spuren nachzugehen. Ist nicht erlaubt bei so viel Experten? Das ist ja schlimmer als je ein Schwimmkurs war. In die englische Maske des sonnendunklen Traums eines Traums gehört das schlechte Wortspiel unbedingt. Und wie sagt Puck zur Lesehaltung: now are frolic, not a mouse. Klar, dieses Zitat ist gefälscht gefälscht.

Kommentare
  • Guido Graf 8. November 2010 at 09:03

    ich zitiere mich selbst: fast alles ist erlaubt; nun allerdings mit einer Einschränkung: sogenannten Esel-Experten, zumal denen, die keinen Spiegel besitzen, ist eigentlich gar nichts erlaubt…

  • Norbert W. Schlinkert 8. November 2010 at 17:40

    Es geht ja ohnehin nie darum, Freiheit gewährt zu bekommen, und sei es zur Eselei – Freiheit muß man sich schon nehmen. Etwaige Konflikte gehen ja hier ohnehin, wie im Archiv des Schauerfelds nachzulesen, bereits von der Kopfzeile aus: Schriftsteller UND Wissenschaftler! Das kann nicht gutgehen! Nun denn, geht es eben nicht gut (Heute schon dumm gelaufen?).

    Daß nun „zwei Lese- und Sprechverfahren“ nicht zueinander wollen, und das ist so!, müßte allerdings nichts Schlechtes sein. Allerdings kann es passieren, daß ein in sich geschlossener poetisch-lyrischer Text von einem im Moment gerade mal eben wissenschaftlich denkenden Menschen als Anregung empfunden und befragt wird, woraus dann eine Bemerkung wird, die der Autor / die Autorin als tumbe Einmischung empfindet. Und dann gehts ab! Interessant immerhin, wie oft Mißverständnisse entstehen, die mit einer Geste, einem Wort und einem Kaltgetränk aus der Welt zu schaffen wären. Nicht im Netz – is‘ gnadenlos.