D a a f’ch das?

…. also n Schmidt hätt’as sicher gefreut, >>>> so mitten innem Schmutz von mir deflohriert zu werden („innem Schmutz von mir”//„von mir defloriert”: soviel zu’n Le:s’aatn). Ich fant’as spannend mit wegjerücktem Kühlschrank und der Schicht von fuffzehn Jaahn Schmuddl drunter son weißen Fetisch apzupräservatieren un’dann noch aussem Schub(b)er zu ziehn, Band Uno, wo mit „Anna-Muh” beginnt. Aber davon über „A-nám : Mu!” zu seiner – und der meinen nunmehr – Morgenreue zu kommen, das macht ihm – Poe hätt dreie drauf gekippt – s o schnell keiner nach. Und hat, das mal zur Konstruktion (Romantechnik und so), gleich schon den zweiten Strang eröffnet. Schmidt aber hatte Alice. Sowas hab ích nich’. Hattich aber mal: Elisabeth hieß meine Perle, bis sie davonrollte, weil ich sie nicht mehr bezahlen konnte. Nun bin ich von schmidtscher Kleinrechnerei völlig unbelastet, mir sind Balzac und D’Annunzio näher:  …Auf der Schwelle
des Waldes höre ich
die menschlichen Worte nicht,
die du sagst…
, selbst wenn ich auf einen neuen Kühlschrank warte, weil der mindestens zwanzig Jahre alte davon überzeugt war, sich selbst dauerabtaun zu müssen, wozu er zuletzt mein Sizilien benutzte, so daß hier die Küche unterwasser hatte: Geschleime, Geschlieme. Mir steht ein Meer vor Augen – oben Bläue – doch unten wabendes Getier -: dabei hat Benn meine Küche gar nicht gekannt! – – wozu mir, dem Digressisten, einfällt, daß ich den Elfenbein-Verlag noch davon überzeugen muß, im Titel meiner Elegien „Getier” mit h zu schreiben: „Gethier”, das bleibende, nämlich… ach Bamberg undsoweiter:: daß ich nie Wollschläger sah! Aber das gehört hier nicht nicht hin (digredere poetam est). Während also die Schmidtschen Spaziergangsleute Fluß(!!)geschwindigkeiten in ihrer Miniaturwümme messen, meß ich die Eimer n i c h t, die’s gebraucht, um den Dreck von-dem Laminat wegzukriegen. Renne dann, ohne Präservativ an den Händen, also komplett antischmidtsch, der immerhin schrieb, er benutze sogar beim Onanieren eins (er selbst wird die Dinger Fromms genannt ham im heimschen Gebrauch), und das war lange vor Äids… was ein Hügiääniker! also… renne vom Putzeimer und der Scheuerbrüste wieder zum Fetisch (Fêt(e)isch – fetäisch lesen, fätalisch – das paßt an diesem Vormittag! – oder dòch fetalisch? – etwa?)… – wobei „renne” ganz falsch ist: ich lep ja minnestens so eng wie’a Schmidt – und lese also vom Bullenkälbchen, das unförmig schreit… wunderbar, dieses „unförmig” – wär ich n i e drauf gekommen, aber ich bin ja auch Schtädter… nein, falsch: Ich bin MetroPO-list. Was ich aber sagen wollte. Nacktputzer. Warum gibt’s die nur männlich? Nach weiblichen Nacktputzern – NacktputzInnen (vereint in der Nackt- & Nachtputz-Innung NNI®) – such ich, seit mir die Patte ausging, vergeblich. Das aber wär es! Weshalb ham nur M ä n n e r diesen Fetisch? Na gut, „Männer“… aber egal. Denn was ich fragen wollte, lieber Forssmann: D a a f ich dàs?: erbarme Dich meiner: o Gott der Gestalter:: der nämlich kleckst, der Herbst, gleich in den Bottom, des Bottom’s Bibel, hinein… und UNTERSTREICHT ihn… mit G R Ü N! Absolve, domine, animam meam :-( -„…von schlankstim Ausschnitt, satinisch ainzuschaun”… culpa mea, Cul-Papà!

Kommentare
  • zak 27. Oktober 2010 at 12:29

    In Stimmen sprechen – immer schwierig, Bamberg ohnehin, siehe auch, zu beidem:

    http://www.struppig.de/befindlichkeiten/?p=235

    http://www.struppig.de/befindlichkeiten/?p=390

  • Alban Nikolai Herbst 27. Oktober 2010 at 13:09

    „Bamberg ohnehin“ mag mir grammatisch nicht einleuchten und „in Stimmen“ – Sie meinen sicherlich: zu – sprechen, ebenfalls nicht. Wobei eine Stimme zu kopieren – was es, vermute ich, ist, daß Sie meinen, ich hätt das getan -, ohnedies nur dann Freude bereitet, wenn man die Kopie v e r s c h l e i f t. Wie ich’s tat in meinem heutigen Chaos.
    Soviel ich hörte, sei „die Aufgabe“ hier, mit den Zetteln und um die Zettel herum ein wenig zu spielen. Dieses, also, hab ich getan und werde es weiterhin tun. Für exegetische Exerzitien steht immerhin mein eignes Werk bereit.

    • Guido Graf 27. Oktober 2010 at 14:12

      keine schlechte Idee – damit sollte ich mal anfangen: Aufgaben zu verteilen: Alban, geh jetzt mal mit den Zetteln spielen! Mehr davon!

  • zak 27. Oktober 2010 at 13:19

    Herr Herbst, das sollte doch kein Angriff sein, meinerseits, eher ein Tippen an den Hut, dies wohl aber offensichtlich nicht konzis genug. Dass es um die Freude am Verschleifen geht, und nicht um ein (als solches dann auch recht sinnfreies) Kopieren, setzte ich als gegeben voraus und bezog mich auf eben die Schwierigkeit, die dieses Verschleifen (gerade bei Schmidt) mit sich bringt. Ebenso wie ich Bamberg per se – ohnehin – schwierig finde/fand. Aber so etwas ist natürlich immer (auch) biographisch bedingt.

    • Alban Nikolai Herbst 27. Oktober 2010 at 16:28

      Nicht Bamberg war schwierig… bewahre! Sonden alleine der Herr Soundso, den’s dort nun nur noch als Gast gibt. Wenn er denn schamhaft noch mal hinschauen sollte.

  • Melusine Barby 27. Oktober 2010 at 16:14

    „Ich will nicht der Lappen sein, mit dem man die Welt putzt.“

    Unser Nachbar, der höchst erstaunlichen Gothic Rock hört, kreidebleich ist (eventuell geschminkt, so dicht habe ich mich noch nicht ran gestellt), nur schwarze trägt und im Dunkeln bei stets herabgelassenen Rollläden lebt, ist auch Nacktputzer. Allerdings trägt er schwarze Stiefel dabei. Wenn ich die Fensterläden aufklappe, schau ich unversehens auf sein nacktes Hinterteil, während er seinen Balkon schrubbt.

    Tatsächlich – wenn ich nachdenke: Ich kenne keine Nacktputzerinnen. Selbst würde ich auch nur darauf verfallen, wenn Blut wegzuwischen wäre.

    (Nicht nett finde ich allerdings den Vergleich von Frau Schmidt mit einer Putzfrau. Das wirft ein sehr negatives Bild auf Herrn Schmidt, denn die Putzfrau, also die Elisabeth, nehme ich an, wurde ja immerhin bezahlt. Putzen für umsonst ist eh Mist, eine andere für sich umsonst putzen lassen ist absolut unsäglich.)

    • Alban Nikolai Herbst 27. Oktober 2010 at 16:29

      “eine andere für sich umsonst putzen zu lassen, ist absolut unsäglich”: Das sehe ich absolut genauso. Wenn sie aber L u s t dabei empfände (von der meinen mal ganz abgesehen), ließe sich’s von umsonst gar nicht sprechen. Das ist ja der pfiffige Trick bei diesen Nacktputzern: die machen das g e r n e, ja sehnen sich danach. Ich könnte aber, mit meiner Homophobie, so einen nackten Putzer nicht lange ansehn. Und wenn ich fortginge, hätte er wieder nix davon. Also, ohne im Rücken gekreuzte Finger, nur d e s h a l b hatt’ ich den Traum von der Nackputzerin. So daß wir gemeinsam zu Schmidt zurückkehren können, g a n z an den Anfang, der Shakespeare gehört: “des Menschen Auge hat’s nicht gehört, des Menschen Ohr hat’s nicht gesehen, des Menschen Hand kann’s nicht schmecken, seine Zunge kann’s nicht begreifen”, wie auch – ecco! – die meine nicht. Es sei denn, Herr Oberon entschlösse sich, anläßlich eines weiteren Streites mit der Gemahlin, sie durch Robin Goodfellow in eine andere Lust verzaubern zu lassen. Ich versichere, die Fürstin wäre dann trefflich bei mir aufgehoben. Und wenn sie erwachte, ich bereitete ihr den besten Caffè, den sie je trank.

      • Norbert W. Schlinkert 27. Oktober 2010 at 16:56

        Das nenne ich Lebendigkeit! Geht doch unversehens die (Lager-)Tür auf, und wer kommt rein: die Dschungels, nach einem harten Tag der Fron-, Putz- und Nackt-Arbeit. Das wissenschaftliche Gespräch erstirbt und alles spitzt die Ohren: ist da nicht von Lust, von Nacktheit und dem Caffè danach die Rede!? Wunderbar! Da wäre der Arno doch sicher nicht drauf gekommen, oder???

        • Alban Nikolai Herbst 27. Oktober 2010 at 18:33

          In Lagern hält sich Die Dschungel so schlecht: sie überwächst sie:

          Hüllet sie, decket sie, schlinget sie ein,
          Blüte und Ranke und Kraut!
          Der Geruch und Geschmack soll vergessen sein,
          Dieser Brut, ihr Blick und ihr Laut!
          Schwarzfette Asche am Altarstein,
          Weißflüssiger Regen, hierher!
          Die Hirschkuh kalbt am verwilderten Rain,
          Niemand erschrecke sie mehr.
          Zerbröckelt die Mauern, zerstückelt der Schrein.
          Keiner hause hier mehr!

          (Kipling, der ganz sicher einer der Größten war.)

          • Norbert W. Schlinkert 27. Oktober 2010 at 20:09

            Grundsätzlich haben Sie recht, das Dschungelige überwächst alles und sprengt, da notwendig, jeden Stein. Und wie oft haben nicht Dagobert und Donald und Tick, Trick und Track im Dschungel Ruinen und in den Ruinen Gold gefunden! Was das mit Arno Schmidt und seinem Lager zu tun hat? Vielleicht schaue man mal 10° 20′ 53“ ö.L. / 52° 42′ 20“ n.Br nach, ob dort inzwischen eher das Dschungel- oder das Lagerprinzip Einzug gehalten hat. Mit Nacktputzen ist es da nicht getan. Rikki-Tikki-Tikki-Tschik!

  • Melusine Barby 28. Oktober 2010 at 06:34

    ´there is everything ars!, nakedly or but awkwardly consealed´ (OLD ENGLISH POETRY) (814)

  • Alfred 23 Harth 30. Oktober 2010 at 02:07

    Hai Herbst, da Frigidaere ausgewi(s)ch(en)st in Zungen reden – haha, kratuliere & prost! Ihr Schmidt T.Arno