Arno Schmidt und der Rassismus. Und der Sexismus. Und. Und. Und

„Zettel’s Traum“ gibt Bilder von den Bewegungen des Geistes.
Der Geist ist unser Denken und unser Fühlen. Vor allem ist er unser Fühlen. Unser denkendes Fühlen. Also unsere Gier. Unsere Begierden. Unser Neid. Unsere Mißgunst. Unser Abscheu. Unsere Angst. Unsere Schwermut. Unsere Vorurteile.
Viel seltener ist unser denkendes Fühlen Leichtigkeit. Frohmut. Zuneigung. Gelassenheit. Genügsamkeit.
Und dieser Geist. Dieses denkende Fühlen ändert sich unablässig. Sogar wenn es sich festgefressen hat in der Schwermut womöglich ändert es sich unablässig.
In „Zettel’s Traum“ nun ist dieses unablässige Denken und Fühlen des Geistes in Worte und Zeichen gesetzt. Die Bewegungen des Geistes überlappen sich. Verzweigen sich. Verengen sich. Weiten sich. Und strömen unablässig weiter.

Zu den Bewegungen unseres Geistes gehört so manche Gehässigkeit Gemeinheit Bösartigkeit. Wir sprechen sie nicht unbedingt aus. Wir strahlen sie vielleicht nur aus.
Bei Arno Schmidt nun gibt es gehässige gemeine böse Sätze. Und schmerzhaft entblößende Sätze. Aber so ist unser Geist. So ist unser denkendes Fühlen.
Worüber könnten wir uns empören.

Kommentare
  • Ann Cotten 7. Oktober 2010 at 21:21

    Nein!

  • Christian Schaerf 8. Oktober 2010 at 13:03

    "So ist unser denkendes Fühlen." –  Also bitte, was ich bisher gelesen habe ist Altherrensexismus in Reinkultur. Wundere mich nur, dass diese Geisteslage so viele Zettel bzw. Seiten hergibt. Die Theorie von den Etyms ist ein guter Witz. Wahrscheinlich der einzige, den man auf 5000 Seiten erzählen kann.