Huch!

Jetzt habe ich von Suhrkamp den Text bekommen, und dazu eine kleine Werbebroschüre zur Editionsgeschichte, auf dem Titelbild ein deutscher Misch- und Urwald – und wer schaut da heraus, aus dem deutschen Wald: der verehrte Thomas Kapielski! Huch, hab ich da gedacht.  Und – ja – tatsächlich auch zum ersten Mal: Hallo? Geht’s noch? Nun bin ich doch recht gespannt, was als nächstes kommt. Und hege auch schon einen ganz bestimmten Verdacht! (Fängt mit ‚M‘ an.)

Ulf Stolterfoht, geboren 1963 in Stuttgart, lebt in Berlin. Schriftsteller und ein bißchen Übersetzer.

erstes Blättern im Schauerfeld, was mir dabei einfällt und was ich dann tue …

Ich liege auf dem Bett meiner Essener Wohnung, neben mir neue Bücher, und blättere in den Kopien von „Schauerfeld“, dem ersten Buch von Zettel’s Traum. Ich blättere nur, lese noch nicht, und bin hingerissen, bin beeindruckt von der typographischen Leistung Friedrich Forssmans, denn ich ahne nicht nur, ich weiß vielmehr, wie komplex, wie schwierig diese Arbeit gewesen sein muß … Und während ich die Seiten langsam, ganz langsam umblättere, während ich sie wie Einzelbilder betrachte, erinnere ich mich an Begegnungen mit Ernst Krawehl, Schmidts erstem Verleger und lebenslangem Lektor, der unweit von meiner Essener Wohnung gelebt hat … Weiterlesen

schauerfeld.de

Am 1. Oktober 2010 erscheint Arno Schmidts Zettel’s Traum in gesetzter Fassung. Aus diesem Anlass werden Schriftsteller, Kritiker und Wissenschaftler sich zum Teil erstmals, zum Teil an eine wiederholte Lektüre dieses Riesenbuches machen und hier im Blog Mitteilungen über diese Lektüre geben.

Im Hintergrund stehen Fragen wie die, wie sich dieses Werk heute, nach 40 Jahren, lesen lässt, wie unterhaltsam so eine Lektüre sein kann oder ob Arno Schmidts Schreibweise Anstoß für heutiges Schreiben sein kann.

Über 1500 Seiten hat die neue, gesetzte Ausgabe von Zettel’s Traum und das im Großformat. Mehr Stoff also als die meisten Leser während dieses befristeten Projektes werden bewältigen können. Folglich wird hier auch nur ein Anlauf unternommen, ein Einstieg in die Lektüre.

Es gibt keine Vorgaben. Fast alles ist erlaubt. Neue, kreative, spielerische Lektüren, Notizen, Einfälle, Kommentare. Bilder, Videos, Töne. Und: alle Leser sind eingeladen, sich mit Kommentaren zu beteiligen und zu diskutieren.