Über Friedhelm Rathjen

Geb. 1958 in Westerholz bei Scheeßel (Niedersachsen), lebt als freier Literaturkritiker und Übersetzer in Scheeßel. Zu seinen gut 900 Veröffentlichungen zählen etliche Bücher und viele Aufsätze über Arno Schmidt, James Joyce und Samuel Beckett; zuletzt erschienen u.a. "Von GET BACK zu LET IT BE - Der Anfang vom Ende der Beatles" sowie "Arno Schmidt global - Eine Bestandsaufnahme der internationalen Rezeption 1950-2010". Seite 2009 ist Rathjen Herausgeber des "Bargfelder Boten".

PopSchmidt, Schluß; oder: Was hat ZT mit „Eve of Destruction“ zu tun?

In „Zettel’s Traum“ kommt alles entweder „irgendwie“ vor oder ist zumindest „irgendwie“ damit verknüpft (= verknüpfbar). Also:

Ganz am Ende, auf den Seiten 1492-93 (klingt wie die Entdeckung Amerikas) der Neuausgabe, wird rechts am Rand von zwanzig bis null runtergezählt, „Ignition“ und „Lift off“ könnte uns dazu einfallen, aber das hat Schmidt „einfach nur“ aus „Finnegans Wake“ geklaut, nämlich vom Ende jenes Kapitels, das Joyce dreispaltig angelegt hat. (Nö, Zufall ist das nicht.) Die Mittel- gleich Hauptkolumne endet mit einer geöffneten, aber nicht wieder geschlossenen Klammer: „(: ›Excellenz fliegn am ganzn Leibe!‹ . . .“; das ist, wie Schmidt-Veteranen natürlich wissen, ein Zitat aus Otto Nebels „Zuginsfeld“. Und zwischen diesem Nebelzitat und dem Countdown, in einer Zwischenspalte, steht eine weitere Klammer, diesmal eine geschlossene: „( : No wheel to my wagon. Still I’m rowling along. )“ Weiterlesen